Abwehrkräfte stärken – Karies verhüten

Fluoride und Kariesprophylaxe

Karies ist keine Fluormangelkrankheit, sondern ein Warnsignal für den Beginn einer Stoffwechselstörung. Bei vernünftiger Ernährung, insbesondere der Verringerung des Zuckerverbrauchs, und regelmäßiger Zahnpflege sind Fluoride für die Kariesverhütung überflüssig. Durch Vollwertkost werden dem Körper alle benötigten Mineralstoffe in ausreichender Menge zugeführt. Es ist wichtiger, die körpereigenen Abwehrkräfte durch natürliche Methoden zu stärken, als sie durch Medikamente wie Fluoride zu belasten und zu schwächen!

Umwelt und Organismus

Gesundheitsbewusste Menschen sollten auf alles verzichten, das die durch wachsende Umweltbelastung bereits vorhandene toxische (giftige) Belastung noch weiter erhöht. Fluoridierungsmaßnahmen auch in Tablettenform sind nicht unbedenklich. Der Einsatz von Fluoriden zur Kariesvorbeugung (Kariesprophylaxe) ist deshalb höchst umstritten.

Gefahren der Fluoridierung

Es ist sicher unbestreitbar, dass Fluoride den Zahnschmelz härten. Allerdings ist die genaue Kontrolle, ob die exakte Dosis eingehalten wird, unabdingbar. Zudem besteht die Gefahr, dass nach Abbruch einer regelmäßigen Tablettenfluoridierung die Fluoride vom Organismus aus Zahnschmelz und Knochen wieder abgebaut werden. Somit kann sogar eine übermäßige Kariesanfälligkeit entstehen, bis das Fluoridgleichgewicht im Körper wiederhergestellt ist.

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Vorsicht vor Überdosierungen

Immer häufiger fordern auch Fluorbefürworter die genaue Kontrolle der verabreichten Fluoride. Fluoridhaltige Zahnpasten werden nicht mehr für Kleinkinder empfohlen, da mit dem Verschlucken beim Zähneputzen bereits die Gefahr einer Überdosis verbunden ist, wenn die Kinder zusätzlich Fluortabletten einnehmen. Die Unbedenklichkeit der noch vor einigen Jahren auch in Deutschland eingesetzten Trinkwasserfluoridierung wird jetzt ebenfalls in Frage gestellt. Sogar kritische Befürworter der Fluoridierung zweifeln mittlerweile an der vorbeugenden Wirkung auf das Milchgebiss durch Einnahme von Fluortabletten während der Schwangerschaft und im Säuglingsalter, da nur diejenigen Maßnahmen wirksam für die Kariesprophylaxe sind, die äußerlich am Zahn ansetzen.

Information, Aufklärung, Kontrolle

Doch nicht immer werden Fluortabletten, kombiniert mit der Vit-D-Prophylaxe, von der Geburt bis zum 2. Lebensjahr verordnet. Auch in Kindergärten verteilt man Fluortabletten, ohne dass vorher festgestellt würde, wieviel Fluorid das einzelne Kind bereits aus anderen Quellen, etwa der Nahrung, bestimmte Mineralwassern, Fluoridzahncremes, -gelees oder -lacken erhält. Auch Zahnfüllungsmaterialien können Flouride in unterschiedlicher Menge freisetzen. Eine ausführliche Information und Aufklärung über die dringend gebotene Kontrolle des zugeführten Fluorids findet dabei nicht oder nur in unzureichender Weise statt. Neuerdings wurde sogar die Einführung von fluoridiertem Kochsalz für Deutschland beschlossen – eine Maßnahme, die die notwendige Kontrolle der Fluoridzufuhr ganz und gar unmöglich macht. In der Praxis treten schon jetzt Fälle von Zahnschmelzstörungen, der sog. Dentalfluorose, gehäuft bei den Kindern auf, die von Geburt an Fluortabletten in den empfohlenen Dosierungen bekommen und zusätzlich fluoridhaltige Zahnputzmittel verwendet haben. Ob diese mehr oder weniger stark ausgeprägten Schmelzstörungen die einzigen Folgen der Fluoridüberdosierungen im ganzen Organismus sind, konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden, da Forschungsergebnisse fehlen. – Oder wollte man auf diesem Gebiet gar nicht forschen?

Vorbeugung wo möglich – Fluoride wo nötig

Fluoridierungsmaßnahmen können für die Kariesvorbeugung immer nur ein ergänzendes Instrument sein, das nur unter genauer Kontrolle eingesetzt werden darf. Vorbeugungsmaßnahmen, die auf die Ursachen zielen – vitalstoffreiche Ernährung in Form der Vollwerternährung, Reduzierung des Zuckerverbrauchs und regelmäßige Mundhygiene – sind entschieden sinnvoller, weil sie direkt bei den Kariesverursachern ansetzen. Sie müssen daher an erster Stelle der Kariesprophylaxe stehen.

Was ist das eigentlich – FLUOR?

In der Chemie ist Fluor ein reaktionsfähiges, höchst aggressives Element: in reiner Form existiert es so gut wie gar nicht, es verbindet sich mit anderen Substanzen zu Salzen. Diese Fluorverbindungen heißen Fluoride. Sie dienen dem Aufbau von Knochen und Zahnschmelz, den sie widerstandsfähiger gegenüber der Karies machen. Sie hemmen die Bakterientätigkeit in den Zahnbelägen. Nahezu alle Nahrungsmittel enthalten Fluoride. Bei gesunder Ernährung kann es echten Fluormangel beim Menschen gar nicht geben. Die zur Kariesprophylaxe eingesetzten Fluoridierungsmaßnahmen unterscheiden sich in äußere (Cremes, Lacke, Gelees) und innere Fluoridierung (Tabletten, Salz). Kommen gleichzeitig und unkontrolliert mehrere Fluoridierungsmaßnahmen zusammen, so ist die bedenkliche Giftstoffgrenze schnell erreicht.

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